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01. März 2022 | Schwerpunkt Ziele erreichen

Bereit für die Extrameile?

Vom Hausaufgaben machen im Auto bis hin zum Bachelorarbeit schreiben im Trainingslager – seit ich zurückdenken kann, ist Handball spielen mein Lebensinhalt.
Was damals mit „Spaß an einem Hobby“, „Freunde treffen beim Sport“ und „Bewegung mit Ball“ anfing, entwickelte sich irgendwann zu einem professionellen Gedanken, den ich bereit war zu verfolgen. Study, Train, Eat, Sleep, Repeat!
Oder aber auch für Sie ein klein wenig abgewandelt: Retail, Eat, Sleep, Repeat!

Was das ganze nun mit Retail zu tun hat und wie sich Leistungssport auf „Ziele erreichen“ übertragen lässt – dazu lassen Sie mich kurz ein bisschen weiter ausholen:
Damals entschied ich mich dazu Leistungssport zu betreiben und sechs von sieben Tagen in der Handballhalle zu verbringen. Ich verfolgte das Ziel: „Besser werden!“. Zum einen, weil ich merkte, dass ich gut in dem war, was ich machte, aber auch, weil ich erfolgreich sein wollte.
Zu Leidenschaft kam Ehrgeiz hinzu und ehe ich mich versah, wurde es zur Normalität:
Während sich meine Freunde nach der Schule verabredeten und ein bis zwei Mal in der Woche ihren Hobbys nachgingen, setzte ich mich meistens direkt nach der Schule ins Auto und wurde in die Handballhallen der Umgebung bugsiert. Auswahltraining in Essen, Stützpunkttraining in Leverkusen, Lehrgänge und Camps verteilt in sämtlichen Städten Deutschlands.
Und ich liebte es. Weil ich merkte, dass ich besser wurde, sich das Training und der Aufwand bezahlt machten, und sich Leidenschaft und Ehrgeiz in Erfolg ummünzten.
Ich spielte mit meinem Team um deutsche Meisterschaften, in Finalen von großen Turnieren und wurde für den Nationalkader gesichtet. Diszipliniert arbeitete ich Tag für Tag.

Erfolg ist eine Treppe, keine Tür.

Heute bin ich 28 Jahre alt und spiele meine achte Saison beim 1.FC Köln in der 3.Bundesliga. Nach wie vor betreibe ich Leistungssport, trainiere dreimal in der Woche und habe am Wochenende ein Spiel. Was sich zu damals verändert hat? Naja, es kam die ein oder anderen Verletzung hinzu (sonst hätten Sie mich bestimmt auch mal im Fernsehen gesehen (; ), aber dann war da auch noch eine neue Leidenschaft: Retail Design! – auf die ich die Erkenntnisse, die ich in all den Jahren gesammelt hatte, projizieren konnte:

22 Jahren Handball-Karriere haben mir zunächst einmal gezeigt, dass ich in allen Bereichen meines Lebens Ziele erreichen kann, wenn ich hart für sie arbeite. Leistungssport hat mich (mental) stärker werden lassen in Situationen, in denen es Rückschläge gab. Schwierige Aufgaben sind zu spannenden Herausforderungen geworden. Kritik ist für mich ein konstruktives Feedback geworden. Und auch die Wörter „Aufwand“ und „Bereitschaft“ haben sich in ihrer Bedeutung für mich verändert. Intensiver zu trainieren, mehr Zeit zu investieren und „Extrameilen zu gehen“, zahlte sich aus.
Und wenn Sie mich fragen, lohnen sich diese „Extrameilen“ auch für berufliche Ziele.
Ich habe all diese Erfahrungen mitgenommen in meinen Alltag und in verschiedensten Lebenssituationen wiedererkannt.
Und ja, auch im Bereich des Retail Designs: Der Wettbewerb ist ein zäher Knochen, tagtäglich schlüpfen neue Marken aus ihrem Kokon, bereit auch Ihre Kunden abzugreifen. Und ebenfalls nicht lange her, da musste um den Erhalt der stationären Stores durch Corona gebangt werden. Es ist ein Auf und Ab – genauso schnell wie man aufgestiegen ist, kann man fallen. Sieg und Niederlage sowie pure Freude und Frust liegen so nahe beieinander (ähnlich wie beim Leistungssport).

Aber besonders in solchen Situationen darf man seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Vielmehr sollte man sich gerade dann auf seine eigenen Fähigkeiten konzentrieren – sowohl Stärken als auch Schwächen und den Fokus auf sich selbst nicht verlieren. In einer Welt voller Leistungsdruck geht es nicht immer darum, nur nach links und rechts zugucken. Die Konzentration auf die eigene mentale Stärke und ein positives Mindset kann dabei helfen. Sich selbst und der Leidenschaft für die Sache zu vertrauen.
Wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Wo können sich meine Stärken mit einer neuen Strategie von der Konkurrenz abheben? Ideen und Anpassungen, die man sich erarbeiten muss, wenn man seine Ziele erreichen will: mit Leidenschaft, Ehrgeiz, Wille und Disziplin.

Fokus auf die eigenen Stärken, ein positives Mindset und Leidenschaft für die Sache selbst, helfen dabei Herausforderungen zu meistern.

Zu bemerken, dass ich für etwas richtig „brenne“ und auch Potential habe, darin gut zu sein, hat mir persönlich aufgezeigt, etwas investieren zu müssen, um besser zu werden. Mit dieser Erkenntnis habe ich meine Chance genutzt.
Und heute – heute weiß ich, dass sich diese Chance auch in anderen Bereichen wiederfindet. Mit Retail Design ist es für mich genauso wie damals mit Handball spielen: Ich habe dieses Bewusstsein für eine Stärke, aber auch eine Passion in meinem Job gefunden und er zeigt mir jeden Tag aufs Neue: Wenn ich in genau diese Leidenschaft, für das was ich tue, Fleiß, Arbeit und Ehrgeiz investiere, kann ich besser werden und meine Ziele erreichen.

Wie lange ist Ihre letzte Extrameile her? Wann haben Sie das letzte Mal in Ihre Passion mehr investiert um besser zu werden? Schreiben Sie uns, es interessiert uns wirklich!

post@the-retail-academy.com

Unsere heutige Kolumnistin
Sina Juhnke

Handball Bundesliga | 1.FC Köln

Das erste Mal auf Torjagd ging Sina Juhnke mit sechs Jahren für die HG Remscheid, ausgebildet wurde die gebürtige Lenneperin später bei den Werkselfen bei Bayer 04 Leverkusen. 2013 wechselte sie dann endlich auf die richtige Rheinseite und spielt seitdem beim 1.FC Köln.
Durch ihr BWL und Interior Design Studium konnte neben dem Handball eine zweite Sache Begeisterung in ihr entfachen: Retail Design. Seit September ist sie Teil von The Retail Academy.

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Nehmen wir mal das Thema Mitarbeiter, oh sorry, Mitarbeitende, ich war doch gerade wieder einen Moment im Früher.
Man hatte als Arbeitgeber die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Bewerbungen auszuwählen, man konnte in gewissem Rahmen Ansprüche stellen und sogar über wesentliche Punkte der künftigen Zusammenarbeit verhandeln. Aus heutiger Arbeitgebersicht das reinste Schlaraffenland.
Aber, es gibt wie immer im Leben zwei Seiten. Wer sich vor etwa 30 Jahren selbst beworben hat musste Gas geben, auch mit gutem Ausbildungsabschluss und klarem Fokus auf das was man beruflich erreichen möchte, waren die Hürden hoch den Traumjob zu ergattern. Eine Vielzahl von Konkurrenten machte einem das Leben schwer, oft wurden Kompromisse eingegangen, um beruflich erst einmal Fuß zu fassen. Das war einmal.

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