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8. September 2022 | Schwerpunkt Mensch

„Mama, was ist CEO?

Kennen Sie die Situation: Der Wecker klingelt morgens um 6:00 Uhr, die Nachttischlampe erlischt am Abend um 24:00 Uhr. Und dazwischen? Der ganz normale Wahnsinn. Nennt sich Leben.

Warum? Weil meine Generation schlichtweg alles möchte.

Und klappt das? Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, natürlich nicht. Zumindest nicht immer. Und jeder, der glaubt, dass es durchweg Spaß macht, Karriere, Kinder, Großeltern, Geschwister, Freunde, Ehemänner, Hund, Nachbarn, Elternsprecherinnen, Kunden, Mitarbeiter, Beiräte, Auftraggeber und das Finanzamt unter einen Hut zu bringen, dem kann ich sagen: Nein, das tut es nicht. Nur machen wir es trotzdem. Warum und wie das klappt?

Kürzlich saß ich mit meinem Sohn im Auto. Die Uhr im Blick, den Fuß auf dem Gaspedal, die Gedanken im Outlook-Kalender und der nächste Teams-Call anklopfend, fragt mich mein Halbstarker: „Mama, was ist eigentlich CEO?“ Seine Klassenkameraden hätten gegoogelt, was die Eltern der anderen beruflich machen, und er könne es in meinem Fall beim besten Willen nicht beantworten. Mein erster Gedanke: Google, ich hasse dich. Mein zweiter: Das ist eine wichtige Frage. Mein dritter: Nicht jetzt.

Nicht jetzt. Dieser Gedanke gehört spätestens seit der Geburt meines Sohnes zum Standard-Repertoire in meinem Kopf. Bereits vor seiner Geburt hätte er eigentlich die goldene Miles & More Karte verdient. Danach reduzierte sich meine (und seine) Lebenswelt ziemlich plötzlich, aber langanhaltend, von 15 Ländern auf 1 Bundesland.

Mein Mantra: Bloß nicht das Gehirn abgeben.

Ich wollte dieses Kind, aber ich wollte dabei nicht mich selbst verlieren. Und so wurde mein Projektplan um die Position „Kind“ erweitert. Und ich wusste, ich krieg das hin:
• Mit Körbchengröße G und Milchstau im ersten Kunden-Meeting mit REWE drei Wochen nach der Geburt.
• Mit der spanischen Kita, die für die Aufnahme zur Bedingung machte, dass ich zweimal im Monat für 25 Kinder kochte.
• Mit der Hilflosigkeit, als der kleine Mann – weil die Abholungs-Absprache schiefgelaufen war, während ich auf einem Geschäftstermin in London war – von einer Kita-Mitarbeiterin in mein Kölner Büro zugestellt wurde wie ein Amazon-Paket.

12 Jahre später:

Kürzlich habe ich meinen Sohn gefragt, ob er sich wünschen würde, dass ich mehr zu Hause wäre. Seine Antwort: „Wenn du glücklich damit bist, wäre das toll, aber wenn du dich dann langweilst, ist das doof. So einfach kann das Leben aus Kindersicht sein.

Würde ich es so wieder machen?

Ja. Weil ich den tollsten Zwölfjährigen auf der Welt habe, der stolz auf seine Mama ist; weil ich auf der stetigen Suche nach Inspirationen und Impulsen ein Mensch mit Ideen und Visionen (geblieben) bin; und weil ich meine finanzielle, geistige und emotionale Unabhängigkeit niemals missen wollen würde.

Was rate ich allen MÄDELS und JUNGS im Büro?

Nehmt eure Elternzeit. Die erste Zeit eines neuen Lebens zählt zu den wertvollsten und unwiederbringlichsten Erfahrungen, die es gibt. Währenddessen: Haltet euch up to date. Und dann: Kommt wieder! Denn dann seid ihr wieder dran. In der Zeit im Büro geht’s um euch. Seht es nicht als Belastung, sondern als Chance, Zeit für euch zu beanspruchen – für eure Entwicklung, für Erfahrungen und Bestätigungen abseits der Elternrolle – und als Legitimation dafür, endlich wieder High Heels zu tragen.

Was ich dazu beitragen kann?

100% flexible Arbeitszeiten, die freie Wahl beim Arbeitsumfeld und flexible Arbeitsstundenmodelle. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann, dass mein Lebensmodell, alles zu wollen, nur mit maximaler Flexibilität möglich ist. Und ich jedem die Tür öffnen möchte, der nicht davor zurückschreckt, alles zu wollen.

Ach, und auf die Frage meines Sohnes, „Mama, was ist CEO?“, sagte ich: „Unwichtig, Schatz. Lass uns nach Hause fahren.“

Wie steht es um Dein Lebensmodell? Hast Du etwas zu sagen, sprühst Du vor Ideen und suchst einen Arbeitgeber, der DICH sieht und Deine Kinder, Dein Haustier oder Deine pflegebedürftigen Zimmerpflanzen unter Verantwortungskompetenz und organisatorischer wie sozialer Fähigkeit verbucht?
Dann bist Du vielleicht genau richtig bei uns!

jobs@retail-exp.com

Unsere heutige Kolumnistin
Silvia Talmon

Geschäftsführerin | The Retail Experience GmbH

Silvia Talmon ist Geschäftsführerin der Retail Experience GmbH. Sie gründete 2004 zunächst das Designbüro THE STORE DESIGNERS mit den Schwerpunkten Retail Design und Architektur sowie Retail Digital. 2014 folgte die Gründung von The Retail Academy als freie Bildungsinstitution mit den Schwerpunkten Retail-Beratung und -Weiterbildung. Die mittlerweile fusionierten Produktmarken beraten Kunden wie IKEA, REWE, WMF, Porsche oder Hugo Boss.

Lachende Menschen
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Träumst du gerne groß? Liebst du den Spirit, etwas Neues mitzugestalten? Wenn du nicht nur Lust hast, sondern den unbedingten Willen verspürst, deine Ideen und Skills einzubringen, um mit uns an coolen Projekten im Bereich Retail Design zu arbeiten, lies unbedingt weiter.

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Man hatte als Arbeitgeber die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Bewerbungen auszuwählen, man konnte in gewissem Rahmen Ansprüche stellen und sogar über wesentliche Punkte der künftigen Zusammenarbeit verhandeln. Aus heutiger Arbeitgebersicht das reinste Schlaraffenland.
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