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07. März 2023 | Nachhaltigkeit

Be(e)* sustainable – aber wie?

Als ich im Jahr 2020 ins Nachhaltigkeitsteam berufen wurde, war ich zugegebenermaßen zunächst eher skeptisch. Können wir in der Verkehrsgastronomie wirklich so nachhaltig arbeiten, dass wir eine komplette Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln und sich mit unseren Inhalten ein kompletter Bericht füllen ließe?
*Was es mit den Bienen in unserem Nachhaltigkeitsbericht auf sich hat, darüber berichte ich gleich auch noch.

Be(e) sustainable – aber wie?

Zwar beschäftigt uns das Thema schon seit einigen Jahren und es wurden bereits Projekte dazu lanciert, aber gebündelt hatten wir diese bisher noch nicht. Also hieß es: Ärmel hochkrempeln und loslegen!

Am Anfang stand das weitere Boarding für unser Nachhaltigkeitsteam: Kolleg:innen aus Operation Management und HR wurden gefunden, die als fleißige casualbees ausschwärmen sollten, um zusammenzutragen, was casualfood beim Thema Nachhaltigkeit schon auf den Weg gebracht hatte. Ebenso galt es, unsere Ziele für die Zukunft zu definieren und aufzuzeigen, wohin die Reise gehen soll.

Unser Verständnis

Wir fanden heraus, was für tolle, spannende Projekte in jüngster Vergangenheit bei unseren Kolleg:innen mit großer Selbstverständlichkeit bereits realisiert wurden: so zum Beispiel 2019 die Umstellung unserer Reinigungsmittel auf nachhaltige Produkte, unsere nachhaltig produzierte Dienstkleidung in unseren 60 Fast-Casual-Restaurants, Snack Mobilen und Convenience Shops sowie unsere Mitgliedschaft in der Charta der Vielfalt, die sich für mehr Diversity in der Arbeitswelt engagiert. Daneben auch viele kleinere Stepstones, wie – ebenfalls 2019 – die Umstellung von PET-Flaschen mit Mineralwasser auf einen Wassersprudler im Support Office Frankfurt oder auch digitale Lohnabrechnungen und Bons, die im daily Business eine Menge Papier einsparen. Ach ja, und dann war da noch die Sache mit unseren Bienen!* Seit 2021 sind wir Pate eines Bienenstocks und einer Blumenwiese bei der Initiative beeswe.love, die sich für den Schutz von Bienenvölkern einsetzt.

Langsam kam die Sache also ins Rollen! Wir wurden immer wieder von Kolleg:innen angesprochen und bekamen viele tolle Ideen geliefert! Großen Support gab es auch von unserem Mutterkonzern ORIOR und dessen Nachhaltigkeitsteam.

Unser Weg

Um auch bei dem für uns in der Verkehrsgastronomie wichtigen Thema ausgewogene Ernährung einen Schritt nach vorne zu machen, stellten wir 2022 eine Ökotrophologin ein, die unser Nachhaltigkeitsteam direkt verstärkte. Wir lernten mit Begriffen wie CO2-Fußabdruck, GRI, SDG, GHG, Scope 1, 2, 3 zu jonglieren und verstanden mehr und mehr auch inhaltlich den Weg, auf dem wir uns befinden. Parallel war da natürlich der Wunsch, unsere Kund:innen in den knapp 60 Outlets mitzunehmen auf unserer Reise zu mehr Nachhaltigkeit. Also kreierten wir kurzerhand unsere eigene Nachhaltigkeitsmarke POP – Protect Our Planet! Das liest sich jetzt definitiv einfacher, als es tatsächlich war. Beim Packaging reifte die Idee, dass unser neuer, voll kompostierbarer Becher in allen Konzepten das einheitliche POP-Branding haben sollte, auch um durch die breite Einsetzbarkeit Abfall zu vermeiden.
Logisch, dass unser Becher auch in allen unseren Outlets entsorgt werden kann!
Bei Zucker und Servietten entschieden wir uns, ganz aufs Branding zu verzichten, dafür sollte alles Fairtrade und Bio sein.

Und dann ging es ans Eingemachte: Wir mussten nun alles fleißig für den Nachhaltigkeitsbericht zusammenfassen und in eine ansprechende Form bringen. Fakten, Layout und ganz viel Leidenschaft flossen in unseren ersten Entwurf.
Auch eine Botschafterin für den Bericht war schnell gefunden: Die casualbee aus unserem Bienenstock nahm grafisch Gestalt an und schwirrte mit unterhaltsamen Anekdoten durch den Bericht.

Wir definierten die 3 Säulen der casualfood-Nachhaltigkeitsstrategie – PEOPLE, PLANET, PRODUCTS. In allen drei Bereichen wollen wir uns zukunftsfähig weiterentwickeln. Alle waren enthusiastisch, aber zugegebenermaßen manchmal auch ganz schön gestresst, denn es hieß Daten sammeln, abgleichen, weitersammeln, Layout und Text prüfen, Timing im Auge behalten – durchatmen nicht vergessen – und weiter ging’s. Mit einem tollen Team, Unterstützung aus allen Bereichen des Unternehmens und einem etwas dehnbaren Timing haben wir es dann tatsächlich geschafft!

Unser Ziel

Ende 2022 konnten wir nicht nur die erste Honigernte unserer casualbees genießen, sondern auch unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht herausgeben!
Das macht uns sehr stolz, lässt uns aber nicht innehalten, denn nach dem Bericht ist vor dem Bericht … Wir haben noch viel Arbeit vor uns, wir müssen unsere gesteckten Ziele erreichen und wollen neue definieren, die Datensammlung und -qualität verbessern, Projekte starten und so Stück für Stück noch nachhaltiger werden.
Und so schließe ich 44 Seiten Nachhaltigkeitsbericht später mit der Antwort: Yes, we can be(e) substainable!

Und jetzt Sie! Welche Ideen haben Sie zum Thema „Mehr Nachhaltigkeit in der Verkehrsgastronomie“?

Schreiben Sie uns – es interessiert uns wirklich!
post@the-retail-academy.com

Unsere heutige Kolumnistin
Rebecca Wolf

Marketing Managerin | casualfood GmbH

Rebecca Wolf ist seit mehr als 6 Jahren für den Bereich Convenience-Konzepte im Marketing bei casualfood zuständig und seit 2020 im Team Nachhaltigkeit.

„The taste of travelling“ – unter diesem Motto entwickelt und betreibt casualfood innovative Food-&-Beverage-Konzepte für Airports und Bahnhöfe. 14 unterschiedliche Gastronomie- und Convenience-Konzepte bedienen ein vielseitiges Portfolio vom hochwertigen Fast-Food- bis zum italoamerikanischen Fast-Casual-Restaurant-Konzept. Das Bild an den Verkehrsstandorten wird geprägt durch die eigenen Konzepte Quicker’s, Superfood, Natural, Basta!, Mondo, Mondo Bianco, Hermann’s, Goodman & Filippo, Brezel Lovers und Beans & Barley, durch die neuen Konzepte East Side Berlin, Berlin Pub und Deli Berlin sowie die als Franchise geführten Marken Kamps und ServiceStore DB. Die gelungene Kombination von attraktivem Sortiment und klarem Markenprofil mit hoher Betreiberqualität macht die casualfood GmbH zu einem der führenden Unternehmen in der Verkehrsgastronomie.

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Na, fühlen Sie sich ertappt. Kein Wunder, das geht wohl den meisten so und es gibt ja auch eine Menge wonach man sich zurücksehnen kann.
Nehmen wir mal das Thema Mitarbeiter, oh sorry, Mitarbeitende, ich war doch gerade wieder einen Moment im Früher.
Man hatte als Arbeitgeber die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Bewerbungen auszuwählen, man konnte in gewissem Rahmen Ansprüche stellen und sogar über wesentliche Punkte der künftigen Zusammenarbeit verhandeln. Aus heutiger Arbeitgebersicht das reinste Schlaraffenland.
Aber, es gibt wie immer im Leben zwei Seiten. Wer sich vor etwa 30 Jahren selbst beworben hat musste Gas geben, auch mit gutem Ausbildungsabschluss und klarem Fokus auf das was man beruflich erreichen möchte, waren die Hürden hoch den Traumjob zu ergattern. Eine Vielzahl von Konkurrenten machte einem das Leben schwer, oft wurden Kompromisse eingegangen, um beruflich erst einmal Fuß zu fassen. Das war einmal.

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