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Mai 2026 | Schwerpunkt Transformation und die Milch von Bauer auf der OMR

TRANSFORMATION IST EIN MARATHON – UND WIR STEHEN ERST AM START

Vor 139 Jahren wurde Bauer gegründet, heute sind wir einer der großen Player in der Molkerei-Branche. Bald eröffnen wir eine eigene pflanzliche Produktionsstätte. Was das mit dem richtigen Tempo zu tun hat – und warum Scheitern dabei kein Rückschritt ist, sondern nur ein Umweg auf dem Weg zum Ziel, möchte ich im Folgenden teilen.

Diese Woche standen wir auf der Bühne der OMR – unter dem Motto „Zukunft von morgen schon heute genießen“. Eine der größten Marketing- und Digitalkonferenzen Europas, und für uns als Molkerei aus Bayern ein Auftritt, der vielleicht auf den ersten Blick überrascht. Was hat (die Milch von) Bauer auf der OMR zu suchen?

Ganz viel, würde ich sagen. Denn wir sind nicht mehr nur das Bauerschweizer Käsewerk von 1887.

Wir sind ein Familienunternehmen mitten in einer echten Transformation. Und genau darüber haben wir auf der OMR gesprochen – offen, ehrlich, ohne Hochglanz.

Baby-Steps, die trotzdem zählen

Transformation beginnt nicht mit dem großen Knall. Sie beginnt mit der Entscheidung, sich zu bewegen – auch wenn die ersten Schritte kaum sichtbar sind. Man überquert die Startlinie und das Ziel ist noch nicht in Sicht.

Wir bei Bauer sind seit Jahren im Private-Label-Bereich mit pflanzlichen Produkten aktiv – und haben dabei gelernt, wie der Handel denkt, was Händler brauchen und welche Anforderungen ein Produkt erfüllen muss, bevor es überhaupt eine Chance am Regal bekommt. In der Vergangenheit haben wir außerdem unter unserem eigenen Markennamen pflanzliche Produkte auf den Markt gebracht. Hochwertig, sogar mit einem neuen pflanzlichen Rohstoff und einer Story, die wir für überzeugend hielten. Der Markt sah das anders. Der Erfolg blieb aus. Das war frustrierend. Was wir dabei unterschätzt hatten: Ein neues Produkt braucht nicht nur eine überzeugende Story – es braucht auch den Händler als Partner, der bereit ist, ihm Raum zu geben, und die Endkonsument:innen, die ihm eine Chance geben. Und obwohl wir in diesem Fall „gescheitert“ sind, hat es uns nicht gestoppt.

Denn genau das ist die entscheidende Frage in jeder Transformation: Lässt man sich von Rückschlägen entmutigen – oder lernt man daraus und bleibt am Ball? Wir haben uns für Letzteres entschieden. Und jetzt, steht die Eröffnung unserer eigenen pflanzlichen Produktionsstätte unmittelbar bevor. Kein Baby-Step mehr. Ein echter Meilenstein auf dem Weg zu einem hybriden Unternehmen.

Kultprodukte in die Zukunft tragen

Der Große Bauer feierte 2025 seinen 50. Geburtstag. Ein Kultprodukt, auf das wir stolz sind – und das wir nicht ersetzen, sondern in die Zukunft tragen wollen. Im Handel sehen wir, dass solche etablierten Klassiker eine Funktion haben, die weit über den Umsatz hinausgeht: Sie schaffen Vertrauen am Regal – und dieses Vertrauen ist auch für neue Produkte ein wertvolles Fundament. Nur so lässt sich eine Transformation langfristig umsetzen – getragen von dem, wofür die Bauer Gruppe seit fast 140 Jahren steht: Qualität. Sie ist der Grund, warum wir heute zu den erfolgreichsten Molkereiunternehmen Deutschlands gehören – und sie bleibt der Maßstab für alles, was kommt.

Uns treibt eine Vision an: „Glücksmomente auf jeden Tisch. Tag für Tag. Generation für Generation.“ Genau diese Überzeugung hat uns durch die schwierigen Momente getragen. Wenn man weiß, warum man etwas tut, hält man auch durch, wenn es unbequem wird und die Beine mit jedem Kilometer schwerer werden.

Unsere neue pflanzliche Produktionsstätte ist ein konkreter Ausdruck dieser Haltung: Wir bauen regional an, arbeiten mit lokalen Partnern, verkürzen Lieferwege und reduzieren CO₂ – statt Soja aus Übersee zu beziehen. Die gesamte Wertschöpfungskette bleibt in unserer Hand. Das ist kein Greenwashing. Das ist eine strukturelle Entscheidung – und der nächste logische Schritt, um auch den kommenden Generationen noch Glücksmomente schenken zu können.

Ein hybrides Portfolio als ehrliche Antwort

Hier liegt vielleicht die größte Herausforderung: Wie erklärt man glaubwürdig, dass man Milchprodukte liebt und gleichzeitig in pflanzliche Alternativen investiert – ohne als Heuchler dazustehen?

Meine Überzeugung: Hybrid ist die Lösung! Damit meine ich, dass man aufhört, Milch und Pflanze als Widerspruch zu sehen. Die Ernährungsrealität heute ist nicht schwarz oder weiß, nicht entweder oder. Viele Menschen sind Flexitarier – sie essen morgens Naturjoghurt, trinken ihren Kaffee dazu aber vielleicht mit einer pflanzlichen Milchalternative. Nicht, weil sie unentschieden sind, sondern weil Endkonsument:innen bewusst zu Alternativen greifen, um schonend mit unseren Ressourcen umzugehen. Am Regal treffen sie diese Entscheidung täglich neu – und genau dort müssen wir als Marke mit einem hybriden Portfolio präsent und glaubwürdig sein. Denn diese Menschen sind unsere Zielgruppe. Für sie wollen wir unsere Produktwelt weiterentwickeln: tierisch und pflanzlich, unter einer Marke, mit einer gemeinsamen Geschichte.

Wir verabschieden uns also nicht von unseren Wurzeln als Molkerei-Familienunternehmen. Wir bauen auf ihnen auf.

Das ist es, was Transformation für uns bedeutet: nicht Disruption um der Disruption willen. Sondern eine kluge, schrittweise Weiterentwicklung – mit Respekt vor dem, was war, und Mut für das, was kommt. Die Zukunft von morgen schon heute genießen – das ist kein Werbeslogan. Das ist unser Anspruch.

Auf der OMR haben wir genau darüber gesprochen: Wie transformiert man ein Familienunternehmen, das seit fast 140 Jahren erfolgreich ist, ohne das zu verlieren, was es groß gemacht hat? Und so viel kann ich sagen: Ohne gute Handelspartner können wir uns nicht transformieren. Denn sie bilden die Brücke zu den Menschen, die tagtäglich am Supermarktregal entscheiden: Milch oder pflanzlich? Beides? Für uns ist die Zukunft hybrid und wir freuen uns auf Glücksmomente – mit Milch- oder pflanzlichen Produkten.

Der Marathon läuft und OMR war erst Kilometermarke 10.

Unser heutiger Kolumnist
Heiko Modell

CEO I Bauer Gruppe

Heiko Modell hat über jahrzehntelange Führungserfahrung in der deutschen Lebensmittel- und Molkereibranche. Als CEO der Bauer Gruppe verantwortet er ein familiengeführtes Unternehmen mit rund 1.500 Mitarbeiter:innen und einem Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro.

Zuvor war er über zehn Jahre im Vorstand der Ehrmann AG tätig – zuletzt als COO sowie Leiter der Business Unit B2B. Weitere Stationen führten ihn als Werksleiter zur Molkerei Hainichen-Freiberg (Sachsen), einem Gemeinschaftsunternehmen der Ehrmann AG und der Käserei Champignon, sowie zur Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH.

Sein Fokus liegt auf Prozessoptimierung, Change Management und der strategischen Weiterentwicklung mittelständischer Unternehmen – insbesondere auf der konsequenten Umsetzung von Transformationsprozessen.

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