Ein Supermarktgang wurde zur Science-Fiction-Szene.
Die Fleischabteilung wirkte wie aus einem Thriller, mit starken Kontrasten, dramatischen Lichtakzenten und bewusst gesetzten Details wie einem inszenierten „abgeschnittenen Arm“ in der Gefriertruhe und einer überzeichneten Fliege auf dem Fleisch. Genau diese Irritation zieht Aufmerksamkeit und verändert die Wahrnehmung komplett.
Fisch wurde als kühle, nordische Landschaft inszeniert, mit bläulichen Lichtstimmungen, die Frische, Klarheit und Distanz vermitteln. Die Produkte wirken ruhig, reduziert und hochwertig. Die Bäckerei dagegen war warm, weich und fast schon nostalgisch, mit goldenen Lichtfarben, die Geborgenheit erzeugen und den Bereich emotional aufladen.
Und genau da wird es spannend.
Licht wurde hier nicht eingesetzt, um etwas einfach „schöner“ zu machen, sondern um gezielt Wahrnehmung zu steuern. Licht hebt hervor, lenkt den Blick und entscheidet, worauf wir zuerst schauen. Es steuert Aufmerksamkeit, schafft Spannung und gibt Orientierung im Raum.
Genau das hat Konsequenzen: Produkte wirken hochwertiger, Flächen klarer, Wege intuitiver. Man bleibt stehen, schaut genauer hin und bewegt sich anders durch den Store.
Wenn man ehrlich ist, wird Licht im Handel immer noch oft rein funktional gedacht: Helligkeit, Orientierung, Effizienz. Alles wichtig, aber eben nur die Basis. Imoon zeigt sehr klar, dass Licht ein strategisches Werkzeug ist, das Atmosphäre schafft, Emotion auslöst und Flächen in echte Erlebnisräume verwandeln kann.
Fazit
Am Ende bleibt für mich ein Gedanke hängen: Gute Stores denken nicht nur in Flächen und Sortimenten, sondern inszenieren Szenen und unterstützen das Storytelling.