Store als kultureller Treffpunkt bei Thalia
Retail Trend
Buchhandlungen waren schon immer mehr als reine Verkaufsorte. Aber Thalia treibt diese Idee in Berlin gerade sehr konsequent weiter.
Auf rund 1.800 Quadratmetern ist an der Tauentzienstraße ein Flagship-Store entstanden, der Literatur, Architektur und Veranstaltungen miteinander verbindet. Für mich ist genau das spannend: Der Store verkauft nicht nur Bücher, sondern schafft einen Anlass, länger zu bleiben und wiederzukommen.
Auch die Gestaltung unterstützt diese Idee. Art-Déco-Elemente greifen das Berlin der Goldenen Zwanziger auf, die Kinderwelt erinnert an einen Jahrmarkt und die Jugendbuchabteilung bekommt eine eigene Lounge. Der Raum erzählt damit selbst schon eine Geschichte.
Auf rund 1.800 Quadratmetern ist an der Tauentzienstraße ein Flagship-Store entstanden, der Literatur, Architektur und Veranstaltungen miteinander verbindet. Für mich ist genau das spannend: Der Store verkauft nicht nur Bücher, sondern schafft einen Anlass, länger zu bleiben und wiederzukommen.
Auch die Gestaltung unterstützt diese Idee. Art-Déco-Elemente greifen das Berlin der Goldenen Zwanziger auf, die Kinderwelt erinnert an einen Jahrmarkt und die Jugendbuchabteilung bekommt eine eigene Lounge. Der Raum erzählt damit selbst schon eine Geschichte.
WAS MIR BESONDERS AUFGEFALLEN IST
- Die Buchhandlung wird bewusst als Treffpunkt gedacht. Lesungen, Premieren und Veranstaltungen machen aus dem Store einen Ort, der auch unabhängig vom Einkauf funktioniert.
- Architektur übernimmt eine echte Rolle im Konzept. Litfaßsäulen, goldene Gestaltungselemente und das leuchtende Ornament an der Rolltreppe schaffen Wiedererkennung und verbinden den Store mit dem Standort Berlin.
- Die einzelnen Bereiche bekommen eine eigene Atmosphäre. Kinderwelt, English Book Shop, regionale Literatur und Jugendbuch-Lounge sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an, ohne beliebig zu wirken.
- Besonders stark finde ich den Gedanken, die Tradition der Berliner Kaffeehäuser aufzugreifen. Begegnung und Austausch werden damit Teil der Markenidee und nicht nur ein Zusatzprogramm.
- Die Eröffnung selbst wurde ebenfalls als Erlebnis inszeniert. Varieté, Zauberkünstler und eine Lesung von Anna Thalbach haben gezeigt, dass der kulturelle Anspruch nicht nur im Raum steckt, sondern auch im Programm.
WAS SIND MEINE LEARNINGS?
- Ein Store wird relevanter, wenn er einen Grund bietet, auch ohne konkrete Kaufabsicht vorbeizukommen.
- Lokale Geschichte kann ein starkes Gestaltungsmittel sein, wenn sie nicht dekorativ eingesetzt wird, sondern das gesamte Konzept trägt.
Fazit
Für mich zeigt Thalia in Berlin sehr gut, wie sich stationärer Handel weiterentwickeln kann. Der Store wird nicht nur zur Verkaufsfläche, sondern zum Treffpunkt, Veranstaltungsort und kulturellen Anker. Genau solche Konzepte schaffen Gründe für einen Besuch, die online nicht einfach ersetzt werden können.