Meine persönlichen Highlights:
- Der Eyecatcher ist für mich die große Sterninstallation im Eingangsbereich. Zusammen mit den unterschiedlich tiefen, beleuchteten Konturen wird aus dem bekannten Converse-Stern ein richtiges räumliches Kunstobjekt
- Die Warenpräsentation ist alles andere als gewöhnlich. Besonders gelungen finde ich die Wand mit den klassischen Chucks in unterschiedlichen Farben. Die Schuhe liegen auf dekorativen, fast historischen Bilderrahmen, daneben ein riesiger plastischer Stern. Das hat tatsächlich mehr von einer Galerie als von einem klassischen Schuhgeschäft.
- Die Customization-Zone macht Lust aufs Mitmachen. Auf den Bildern sieht man farbige Schnürsenkel, Patches, Grafiken und verschiedene Gestaltungselemente. Die Lochplatten aus Holz sorgen dabei für eine flexible und übersichtliche Präsentation. Hier wird aus dem Produkt etwas Persönliches.
- Auch die Atmosphäre gefällt mir. Warme Holzflächen, ein großes Ledersofa, ein bunter Kunstbereich und der Schriftzug „Unfinished Gallery“ zeigen, dass der Store bewusst Platz für mehr als den reinen Verkauf bietet. Die Mischung wirkt kreativ, aber nicht beliebig.
Was sind meine Learnings
- Ein Store wird interessanter, wenn Kunden selbst aktiv werden können. Individualisierung gibt Menschen einen Grund, sich länger mit einem Produkt zu beschäftigen und macht aus dem Einkauf ein persönliches Erlebnis.
- Marken brauchen Orte, an denen ihre Haltung sichtbar wird. Converse nutzt Kunst, Gestaltung und Community als Teil des Storekonzepts. Das ist wesentlich glaubwürdiger, als einfach nur über Kreativität zu sprechen.
Fazit
Ich finde es schön zu sehen, dass Converse in Shanghai wieder etwas mutiger wird. Gerade in einer Stadt, in der so viele Marken um Aufmerksamkeit kämpfen, reicht ein gut sortierter Sneaker-Store eben nicht mehr aus.
Besonders gefällt mir, dass die Marke ihre bekannten Symbole aufgreift und daraus etwas Neues macht. Der Store bleibt eindeutig Converse, überrascht aber trotzdem.