Meine persönlichen Highlights
- Die Treppe ist für mich ganz klar der Eyecatcher. Edelstahl, Marmor und die skulpturale Betonform geben dem Store eine fast monumentale Wirkung.
- Spannend finde ich den Kontrast zwischen der historischen Außenfassade und dem sehr modernen Innenraum. Genau dadurch wirkt der Store nicht austauschbar.
- Die Materialwelt ist erstaunlich vielseitig. Grauer Stein, Metall, Holz und weiche Textilien schaffen unterschiedliche Stimmungen, ohne dass der Raum unruhig wird.
- Auch die Kunst funktioniert sehr gut. Besonders die verspiegelte Arbeit verändert durch ihre organischen Formen und Reflexionen die Wahrnehmung des Raumes und wirkt wie ein fester Teil der Architektur.
- Die Umkleidebereiche sind deutlich zurückhaltender und fast schon ruhig inszeniert. Dunkle Vorhänge, Steinoberflächen und kleine Hocker schaffen einen starken Gegenpol zu den offenen Verkaufsflächen.
Was wir daraus lernen können
- Historische Architektur wirkt oft am stärksten, wenn man sie nicht nachahmt, sondern bewusst mit einer neuen Formensprache ergänzt.
- Ein starkes architektonisches Element kann einem Store mehr Identität geben als eine Vielzahl kleiner Inszenierungen.
Fazit
Für mich ist das ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie man Bestand und Gegenwart zusammenbringen kann, ohne dass eines von beidem verliert. Der Store hat Charakter, aber keine unnötige Lautstärke. Und genau deshalb bleibt er hängen.