Meine persönlichen Highlights
- Die rosafarbenen Vorhänge geben dem Store seinen ganz eigenen Rhythmus. Mal bilden sie den Hintergrund für die Mode, mal trennen sie Bereiche voneinander und bei den Umkleiden werden sie selbst zum Gestaltungselement.
- Besonders gelungen ist für mich das Zusammenspiel der Materialien. Samt neben Beton, Metall neben altem Holz. Nichts davon versucht, perfekt zusammenzupassen. Und gerade deshalb funktioniert es.
- Auch bei der Warenpräsentation hält sich Acne Studios angenehm zurück. Wenige Teile, klare Linien, viel Luft. Das Auge bekommt Zeit, sich auf einzelne Produkte zu konzentrieren.
- Und plötzlich steht man nicht mehr nur in einem Fashion Store. Es gibt eine Lounge, ein Café und mit „The Pink Noise“ sogar einen eigenen Soundbereich. Einkaufen ist hier eben nur ein Teil des Besuchs.
Was wir daraus lernen können
- Reduktion funktioniert dann besonders gut, wenn der Raum stark genug ist, um die fehlende Warenfülle aufzufangen.
- Unterschiedliche Funktionen machen einen Store noch nicht zum Erlebnis. Erst wenn Gestaltung, Atmosphäre und Nutzung dieselbe Geschichte erzählen, entsteht ein Ort, an den man sich erinnert.
Fazit
Acne Studios macht hier etwas, das ich im Fashion Retail gerne öfter sehen würde: Der Store erklärt die Marke nicht. Er lässt sie einen spüren. Kein Logo an jeder Ecke. Keine überladene Warenpräsentation. Dafür ein Raum mit einer ziemlich klaren Handschrift.
Und manchmal ist genau das die stärkere Form von Branding.