Meine persönlichen Highlights
- Im Zentrum steht „La Tavola“, ein großer Tisch, der sich an den Werkbänken der Bottega-Veneta-Ateliers orientiert. In den Schubladen liegen sogar Materialien für die Intrecciato-Technik. Das Produkt wird dadurch direkt mit dem Handwerk verbunden.
- Besonders stark finde ich die schwarzen Ledersessel. Das bekannte Flechtmuster wird hier massiv vergrößert und plötzlich selbst zum Möbel. So wird aus einem Markendetail ein echtes Raumelement.
- Die Mischung aus warmem Walnussholz, hellen Flächen und den klaren konstruktiven Formen schafft genau die richtige Balance. Der Store wirkt modern, aber nicht kühl.
- Auch das Visual Merchandising ist sehr kontrolliert. Kleine Taschen, Schmuck und Accessoires sitzen fast wie Exponate in den Regalen. Nichts steht zufällig, nichts ist überladen.
- Die Fotografien aus der Kampagne „Craft is our Language“ bringen noch einmal eine andere Ebene hinein. Gerade zusammen mit den großen Handmotiven am Eingang entsteht ein klarer Bezug zum Thema Handwerk.
Was wir daraus lernen können
- Markenidentität wird besonders stark, wenn ein bekanntes Designelement nicht nur auf Produkten auftaucht, sondern in Architektur und Möbel übersetzt wird.
- Handwerk kann im Store viel mehr sein als Hintergrundgeschichte. Wenn Kund:innen Materialien, Prozesse und Details unmittelbar erleben können, wird daraus ein echtes Retail-Erlebnis.
Fazit
Für mich ist das ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man Heritage modern erzählen kann, ohne in Nostalgie abzurutschen. Bottega Veneta zeigt hier nicht nur Produkte, sondern macht die eigene Design-DNA räumlich sichtbar. Und genau das bleibt hängen.